Beatrice Voigt Kunst und Kulturprojekte & Edition: Symposium "Vom Werden"

Vom Werden
Entwicklungsdynamik in Natur und Gesellschaft

Perspektiven einer zukunftsoffenen Wertekultur im Dialog von Wissenschaft, Kunst und Bildung

Auf einen Blick

Nichts auf der ganzen Welt ist beständig. Alles fließt, und jede Erscheinung wandelt sich im Laufe der Zeit…
Was früher war, ist vorbei; es entsteht, was es nicht gab, und jeden Augenblick geschieht etwas Neues.

Ovid: Metamorphosen XV, 177 verfasst 1-8 n.Chr.

Das Münchner Symposium beleuchtet grundlegende Fragestellungen zur Entwicklungsdynamik gewachsener, in steter Entwicklung und Wechselwirkung befindlicher Beziehungsgefüge von Systemen und Gesellschaften. Der sparten- und kulturübergreifende Ansatz verbindet wissenschaftliche, künstlerische und pädagogische Beiträge zu einer „Szenischen Komposition“, vorgetragen und gestaltet von namhaften Persönlichkeiten. Vom Werden inspiriert zum Weiter- und Neudenken und sensibilisiert für den vielfältigen komplexen Empfindungs-, Erfahrungs- und Wertungszusammenhang des Menschen mit Natur und Kultur. Horizonte und Wege zur Entfaltung integrativer Sichtweisen eröffnen sich mit dem Blick auf ebenso sinnstiftende wie anwendungsorientierte Perspektiven einer zukunftsoffenen Wertekultur.

Tiefgreifende Transformation
Jeder weiß es und spürt es: wir leben in einer Zeit tiefgreifender Transformation. Die Entwicklungsgeschwindigkeit von Veränderungsprozessen in einer globalisierten Welt nimmt exponentiell zu. Weltumspannende Problemfelder konfrontieren den Einzelnen und die Gesellschaft mit Herausforderungen, die bis in den persönlichen Lebensraum hinein wirken. Dabei stellt der Umgang mit Vielfalt und Komplexität hohe Anforderungen an die Gestaltung von Wirklichkeit, die postfaktischer und ideologisierender Willkür ausgesetzt ist.

Dynamische Prozesse
Die Erde – der Planet auf dem wir leben – ist dynamisch. Alles ist in Bewegung: Gestein, Boden, Wasser, Luft, Klima, Pflanze, Tier und Mensch. Die vielfältigen und komplexen Formen des Zusammenspiels von Phänomen- und Lebenswelten treten als dynamische Prozesse in Erscheinung. Erst im Zusammenwirken aller an den Prozessen des Lebens und seinen Wechselwirkungen Beteiligten wird die Entfaltung ganzheitlicher Lebensqualität möglich. Dieses Zusammenspiel ist gekennzeichnet durch Vorgänge der Selbstorganisation, die in der belebten und unbelebten Natur nach universellen Gestaltprinzipien ablaufen.

Drängende Fragen
Was können wir einer „Welt im Ungleichgewicht“ bieten? Welche Ideen und Konzepte sind geeignet, instabilen Phasen, unwägbaren Einflüssen und turbulenten Strömungen „angemessen“ zu begegnen? Welche Denk- und Verhaltensformen ermöglichen offenen Dialog angesichts kultureller Bedingtheit von Werthaltungen? Und schließlich: was bedeutet eine „Welt im ständigen Wandel“ für eine ethische Grundlegung menschlichen Handelns? Diesen und weiteren drängenden Fragen stellt sich das Symposium Vom Werden · Entwicklungsdynamik in Natur und Gesellschaft. Das Münchner Symposium beleuchtet grundlegende Fragestellungen zur Entwicklungsdynamik gewachsener, in steter Entwicklung und Wechselwirkung befindlicher Beziehungsgefüge von Systemen und Gesellschaften. Prinzipien eines integrierten prozesshaften Denkens werden dabei ebenso thematisiert wie die Gestaltung von individuellen und gesellschaftlichen Prozessen des Werdens als selbstorganisierter Prozess und seine Einbettung in ein übergeordnetes Ganzes.

Neue Denkwege
Auf Augenhöhe mit heutigen und erkennbar zukünftigen Herausforderungen baut das Konzept Brücken zwischen scheinbar getrennten Denk- und Lebenswelten. Verständnis universaler und kulturspezifischer Denkformen und Wertorientierungen sowie Empathiefähigkeit im interkulturellen und interdisziplinären Dialog kommt angesichts zunehmend willkürlicher Interpretation von Realität besondere Bedeutung zu.

Wandel gestalten
Vom Werden inspiriert zum Weiter- und Neudenken und sensibilisiert für den vielfältigen komplexen Empfindungs-, Erfahrungs- und Wertungszusammenhang des Menschen mit Natur und Kultur. Horizonte und Wege zur Entfaltung integrativer Sichtweisen eröffnen sich mit dem den Blick auf ebenso sinnstiftende wie anwendungsorientierte Perspektiven einer zukunftsoffenen Wertekultur. Systemverständnis der Dynamik und Komplexität der Lebens- und Phänomenwelt sowie ein erweitertes Verständnis von Kultur sind wesentliche Vermittlungsziele des Symposiums, einhergehend mit der Intention, innovative zukunftsfähige Potenziale der Wertbildung und Wertschöpfung hervorzubringen.

Umsetzung
Der sparten- und kulturübergreifende Ansatz des Symposiums verbindet wissenschaftliche, künstlerische und pädagogische Beiträge zu einer „Szenischen Komposition“, vorgetragen und gestaltet von namhaften Persönlichkeiten. Besucher erwartet ein breit gefächertes Themenspektrum mit variationsreichen Vermittlungsformen wie Vortrag, Gespräch, Konzert, Performance und Live-Animation.
Die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB) bieten einen ästhetischen Rahmen, der das Thema in ein sinnlich erfahrbares und geistig inspirierendes Umfeld einbettet. Veranstaltungsorte sind der Große Hörsaal der Botanischen Staatssammlung sowie ausgewählte Münchner Institutionen der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen mit eigens konzipierten Führungen zum Thema.

Titelbild Symposium „Vom Werden“ (Din A5)
© Beatrice Voigt

Plakat Symposium „Vom Werden“ (Din A2)
© Beatrice Voigt